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Warum muss ein Hörgerät getrocknet werden?

vom 04.09.2013, Autor: Georg Jaspert

Warum müssen Hörgeräte auch dann getrocknet werden, wenn sie gar nicht im Regen getragen wurden und auch nicht ins Wasser gefallen sind?

Wer eine moderne Hörtechnik sein Eigen nennt, möchte diese bestmöglich schützen und pflegen, damit sie lange optimal arbeitet und möglichst keine Reparaturen erforderlich werden. Das regelmäßige und effektive Trocknen von Hörgeräten bietet eine sehr gute Grundlage, denn Feuchtigkeit ist einer der größten Feinde der modernen Computertechnik in Hörgeräten. Optimale Trocknung gelingt am besten mit einem elektronischen Trockengerät.

Wo kommt die Feuchtigkeit her?

Hörgeräte dienen vor allem der Verbesserung des Hörens und des Verstehens und werden daher in der Nähe von Ohren getragen. Manche fast unsichtbar im Ohr, andere oft ebenso unsichtbar versteckt hinter der Ohrmuschel. In allen Fällen gilt, dass dort bei einem gesunden Menschen eine Temperatur von ca. 37° C herrscht. Die Luftfeuchtigkeit in diesem Bereich beträgt nahezu 100%. Somit kann man sagen, dass Hörgeräte in einem subtropischen Klima arbeiten. Erschwerend hinzu kommt, dass neben Hautpartikeln und Härchen auch Salze in der Feuchtigkeit gebunden sind. Wer seine Geräte regelmäßig benutzt, aber nicht trocknet, muss daher schon fast zwangsläufig mit notwendigen Reparaturen rechnen.

Verbesserter Schutz gegen Feuchtigkeit

Die Entwicklungsingenieure haben in den vergangenen Jahren auch in Puncto Feuchtigkeitsschutz Erfolge erzielt. Wir haben Ihnen eine Übersicht zusammengestellt, in der Sie alle Hörgeräte mit besonderem Wasser- und Staubschutz anschauen können. Gleichzeitig ist aber auch zu beobachten, dass  Menschen immer mehr auf die Gesundheit achten. Sie bewegen sich mehr und sie nehmen mehr Flüssigkeit zu sich. Das ist gut für Menschen, nicht aber für die Technik. Daher lautet weiterhin die Empfehlung, Hörgeräte am besten täglich zu trocknen.

Das badende Hörgerät

Gibt es im Haushalt keine Möglichkeit Hörgeräte sachgerecht zu trocknen, kann ein im Wasser badendes Hörgerät zerstört werden. In einem Trockengerät können Hörgeräte zum Beispiel über Nacht gelagert werden. Mit einem einfachen Tastendruck nehmen moderne, elektrische Trockengeräte ihre Arbeit auf. Sie sorgen für das richtige Klima in der Trockenkammer und schalten sich nach etwa drei Stunden von selbst aus. Das sorgt für ein optimales Trockenergebnis und spart dabei auch noch Energie. Die neueste Generation der Trockensysteme arbeitet zusätzlich mit eine UV-Bestrahlung. So werden die Hörgeräte auch noch desinfiziert, und Bakterien an der Oberfläche werden beseitigt. Schauen Sie gleich nach, wo Ihr nächster hörPlus+ Experte ist, überall bei hörPlus+ können Sie leistungsstarke Trockengeräte kaufen. 

  Lesen Sie in unserem Ratgeber, wie Sie außerdem Ihr Hörgerät optimal pflegen können.

Bestandteile des Infopaketes von hörPlus+

Welches ist der beste Raum zum Trocknen?

Trocknen kann man überall dort, wo trockene Luft vorhanden ist. Ungeeignet sind i.d.R. Küche, Bad und ggf. auch das Schlafzimmer. In der Küche herrscht oft eine erhöhte Luftfeuchtigkeit durch Verwendung einer Spülmaschine oder durch das Kochen. Im Bad gibt es mehrere offene Wasserstellen, weshalb auch dort die Luftfeuchtigkeit erhöht ist. Das Schlafzimmer ist kritisch, weil Menschen durch die Atmung Luftfeuchtigkeit frei setzen (ca. 0,75 l pro 8 Stunden/Person). Alle anderen Räume, insbesondere Bürozimmer und Bibliotheken, sind gute Räume zum Trocknen.

Trockengeräte im Ausland?

Auf Reisen kann es sinnvoll sein, auf Trockentabletten zurück zu greifen. Diese werden zusammen mit dem Hörgerät in eine spezielle Trockendose gelegt. Trockentabletten haben den Vorteil, dass sie kleiner sind und im Koffer weniger Platz beanspruchen. Die Trockenleistung ist jedoch in der Regel deutlich geringer als bei elektrischen Trockengeräten.